Stumpfpflege Amputation

Stumpfpflege ist wichtig nach der Amputation

Du solltest Deinen Stumpf nach der Beinamputation (oder jeder anderen Amputation) gut pflegen. Wie, das erfährst Du in diesem Artikel.

Dieses wird zunächst eine weiterer Artikel für die gesamte Website, weil ich zum einen die Stumpfpflege wichtig finde und zum anderen dieses Thema irgendwie noch fehlt, um das Informationspaket Beinamputation umfassender abzudecken. Danach werde ich dann die bestehenden Beiträge, inklusive diesem, pflegen und erweitern, um noch mehr Infos und mehr Qualität zu bieten.

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Dieser Beitrag wird ein Mehrteiler und Du solltest bei Interesse wiederkommen und nachsehen ob es etwas Neues gibt.
Was bisher geschah ;) :

Wie immer der Hinweis: Die Beiträge verfasse ich aus meiner eigenen Sicht und mit meinen eigenen Erfahrungen im Hinterkopf. Ich habe also "eine bestimmte Brille" auf dabei. Ich bin weder Arzt noch Profi. Allerdings bin ich "Experte". Und das im wahrsten Sinne.

Noch eine Wiederholung: Ich muss Werbung machen zwischendurch - um die Seite irgendwie betreiben zu können - Ein Klick auf die Banner oder ein Bild schadet Dir nicht, hilft mir aber :)
Wenn Du auf einem Mobilgerät unterwegs bist, dann findest Du die meisten Anzeigen ganz unten am Ende, sonst in der rechten Spalte. Danke für einen Klick!

Teil 1: Der Stumpf nach der Amputation

Nach der Amputation hast Du erstmal wenig von Deinem Stumpf. Außer Ärger und Schmerzen, einen mindestens täglichen Verbandwechsel, der auch nicht immer lustig ablaufen muss. So war das bei mir. Nicht schön sowas. Ich war zudem über 3 eingesetzte "Schwämme" an einer VAC-Pumpe angeschlossen. Ob der Name jetzt genauso geschrieben wird, weiß ich grad nicht. Das dient jedenfalls dem Abgang von "Wundwasser" und anderem Schmock, was da so alles raus muss. Das wird dann per Vakuum bzw. Unterdruck abgesaugt. Jeder wöchentliche Wechsel der Schwämme bedeutete OP-Saal. Ich war dann immer gespannt im Aufwachraum, ob ich wieder neue Schwämme bekommen hatte, oder ob ich das Teil endlich los war. "Das Teil" war die ziemlich schwere Pumpe, die nicht nur immer am Bett hing, sondern immer dabei sein musste, auch im Rollstuhl, auf der Toilette, einfach überall.

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Manchmal waren Stellen am "Schwamm" undicht und sogen Luft. Dann machte "das Teil" wahnsinnigen Krach und Alarm, auch des Nachts. Schlimm war das. Und das musste dann sofort behoben werden und so manche Nacht haben Schwestern und Ärzte versucht alles wieder abzudichten. Wenn das dann nicht hielt und nach einer Stunde wieder undicht war, ging das vielleicht nach 4 oder 5 Reparaturversuchen wieder ab in den OP.

Zudem hatte ich einige Komplikationen bei der Wundheilung, dazu schreibe ich in einem anderen Teil noch mehr. Ich hoffe Komplikationen bleiben Dir erspart oder Du bist vielleicht schon komplett dahinter. Unterscheiden kann man in dieser Phase nach der Amputation wohl wie folgt: Versorgung und Pflege des Stumpfes.

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Stumpfversorgung nach Amputation

Mit Versorgung meine ich in diesem Zusammenhang die unmittelbaren Maßnahmen zur Abheilung Deiner nicht unerheblich großen Wunde.

Platt gesagt, hat man Dir eine Deiner Extremitäten, in meinem Fall ein Bein abgetrennt. Du kennst wahrscheinlich, wie ich, Actionfilme, in denen man sich sowas mal angeschaut hat. Also nicht direkt natürlich, ich meine Filme, in denen einfach mit der Darstellung von Brutalität nicht gespart wird. Als Beispiel fällt mir gerade nur einer dieser letzten Rambo-Filme ein. Einfach brutal und blutig und ganze Körperteile fliegen durch die Luft. Und es gibt Leute, die sich das gerne anschauen! Für die Erstellung dieser Seite z.B. musste ich im Internet recherchieren, um zu sehen, wonach bei Google gesucht wird zum Thema Beinamputation. Das musste ich tun, damit Du die Seite überhaupt findest, wenn Du Dich über Hilfsmittel bei Beinamputation informieren willst. Und da sah ich, dass teilweise nach "Bilder eines amputierten Beines" gesucht wird. Oder "offenen Stumpf ansehen". Ja Leute! Das können nicht alles Ärzte sein, die so etwas im Internet suchen. Ärzte brauchen auch gar nicht suchen, die lernen und sehen das während ihrer Ausbildung und ihrer täglichen Arbeit viel zu oft!

Warum hole ich so weit aus? Weil Du das erlebt hast! Hoffentlich nicht mitbekommen. Und hoffentlich haben sie Dir das Bein nicht weggeschossen oder Du bist in eine Mine getreten oder noch Schlimmeres. Und andere ergötzen sich an solchen Bildern. Unglaublich.

Aber erlebt hast Du es.
Das war und ist ein sehr harter Eingriff und Einschnitt in Dein Leben. Nun hast Du wahrscheinlich einen chirurgisch versorgten Knochen, der hoffentlich so angeschrägt wurde, dass Du später keine Probleme bei einer Belastung des Stumpfes bekommst. Zusätzlich hast Du eine große, wirklich große Wunde (endlich wieder beim Thema angekommen :)

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Diese Wunde muss in der ersten Zeit auf das Reinlichste versorgt und behandelt werden! Der Stumpf ist am Anfang meist verbunden und gewickelt.. Mindestens täglich wird eine erfahrene Schwester oder ein Arzt den Verband öffnen und sich den Fortschritt der Heilung ansehen und alles beurteilen.

Dein Stumpf ist anfangs wahrscheinlich geschwollen und dick. Er spannt im Verband und ist zusätzlich noch berührungsempfindlich. Wenn er in dieser Zeit gut versorgt wird, hast Du aber Aussicht auf baldige Besserung der Lage. Es sei denn es gibt Komplikationen. Da kann ich ein Lied von singen, und das tue ich im Verlauf des Beitrages auch noch.

Stumpfpflege nach Amputation

Mit der Pflege geht es dann richtig los wenn Du (fast) schmerzfrei am Stumpf bist.

Wenn Du eine echte Chance auf eine Beinprothese hast, dann solltest Du nun Deinen Stumpf gut pflegen. Dazu gehört mindestens täglich eine intensive Wäsche und Reinigung der Narbe bzw. der Narben. Früher oder später wird sich der Narbenbereich verändern. Je nach Belastung kann sich eine Art Hornhaut bilden. Das ist nicht schlimm. Ein Zeichen der Stumpfabhärtung. Du wirst da froh drüber sein, sobald Du länger in Deiner Prothese laufen solltest oder musst.

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Die Hautpflege am Stumpf ist sehr wichtig. Diese Haut am Oberschenkel ist, im Gegensatz zu früher, als Du Dein Bein noch hattest, sehr viel höher belastet. Je nach Prothesensystem und Schaftsystem hast Du eine Art Strumpf auf Deinem Stumpf. Das bedeutet, dass Du z.B. den ganzen Tag einen Liner aus Gel oder Silikon trägst. Da kann es sein, dass Du an der Haut beginnst zu schwitzen. Dann hast Du Salzkristalle auf der Haut. Wenn Du nun einfach mit Wasser und einem Waschlappen reibst, dann wirst Du oft rote Stellen auf dem Stumpf haben. Das Fiese ist, die fangen irgendwann an zu jucken. Du wäscht wieder, reibst noch mehr, ein schlechter Kreislauf beginnt. Irgendwann bist Du dann wund an der Stelle, im Extremfall offen. Glaube mir, das kannst Du überhaupt nicht gebrauchen!

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Ich kann nicht zu 100% beeinflussen, welche Werbung hier gerade eingeblendet ist. Sie sollte schon themenbezogen sein, aber ich weiß es eben nicht ganz genau. Was ich Dir auf jeden Fall empfehle, (fast) ohne Werbegedanken dahinter, ist Penatenöl oder Penaten-Babyöl. Sogar die Profis bei der Physiotherapie in der Rehabilitation nutzen das. Und das ist einfach DAS Massageöl bzw. DIE Hautpflege schlechthin. Was könnte besser sein, als das, was man für ein frisches, neues Wesen dieser Welt mit der idealsten Haut die es gibt, verwendet? Genau das ist auch für Dich das beste Hautpflegemittel!

Fazit Teil 1
Der Stumpf nach der Amputation
:

Habe ein Auge auf die optimale Versorgung nach der Amputation. Ich wünsche Dir keine Komplikationen. Du wirst Aussicht haben auf einen gesunden, belastbaren Stumpf. Vertraue den Profis, also den Schwestern, Pflegern und Ärzten.

Wenn Du hinterher auf Dich gestellt bist, pflege Deinen Stumpf täglich und nur mit den besten Mitteln* die zur Verfügung stehen. Er muss viel aushalten, fast sogar mehr als früher Dein Bein. Also kümmere Dich gut um Deinen Stumpf.

 

Teil 2: Komplikationen nach der Amputation

Nach der Amputation können unterschiedliche Komplikationen auftreten.

Die sind allesamt natürlich unangenehm. Wobei "unangenehm" noch das geringste Übel sein dürfte. Einige sind gefährlich bis hin zu tödlich. Zu den Komplikationen zähle ich Dinge wie:

  • - Starke Schmerzen
  • - Phantomschmerzen
  • - Wundheilungsstörungen
  • - Entzündungen und Fieber

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Starke Schmerzen

Das hier ist natürlich nicht die Apotheken Umschau". Aber die Nachricht ist trotzdem gut: Schmerzen sind behandelbar!

Bei einer großen Wunde wie nach einer Amputation haben etwa 80% der Patienten Schmerzen. Hier meine ich zunächst die Wundschmerzen. Der Stumpfschmerz kann erhebliche Ausmaße annehmen. Daher ist es bereits im Krankenhaus wichtig, die richtige, meist medikamentöse Behandlung zu starten. Dabei braucht man nicht "den Indianer" zu spielen, der ja bekanntlich keinen Schmerz kennt. In den meisten Fällen wird das eh nicht lange durchgehalten. Und dann gibt es heftige, ja richtig heftige Schmerzmittel in Form von Tabletten oder auch über einen Tropf. Das muss sein, und Du wirst erfahren, dass das einiges wesentlich erträglicher macht.
Oftmals sind das Arzneimittel aus dem Betäubungsmittel-Bereich, sogenannte BTM. Dazu haben nur bestimmte Personen Zugang. Zu denen solltest Du ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen :)
Das können z.B. Opiate sein. Also Drogen. Das muss Dir aber erstmal egal sein. Und wenn Du bisher nicht zur Abhängigkeit von Mitteln geneigt warst, dann hast Du damit ebenfalls nichts zu befürchten. Probleme könnte das mit der Verdauung geben, je nach Stärke und Intensität des Mittels. Aber das ist ja auch erstmal "scheißegal" - im wahrsten Sinne.

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Phantomschmerzen

Eines vorweg: die sind fies. Meistens innerhalb der ersten sechs Monate nach der Amputation teten sie auf und äußern sich bei den Betroffenen sehr unterschiedlich.
Bei einigen, so auch bei mir, treten zunächst "nur" seltsame Gefühle des fehlenden Körperteiles auf. So hatte ich oft das Gefühl, das Bein wäre "nach hinten geknickt" und "fest eingerollt". Kaum zu beschreiben, aber für denjenigen, der das erfahren muss, durchaus real. Man glaubt nämlich, dass das Körperteil "noch dran ist". Ich habe viele persönliche Berichte gehört, bei jedem ist das anders.
Eine weitere Stufe gesellte sich erst nach etwa 4 Monaten bei mir dazu: echter Schmerz! Das ist besonders hart, natürlich je nach Empfinden. Bei mir waren das erst "Schmerzen im Knöchel" und "blitzartige Einschläge in den Zehen". Das ist auch bei jedem anders. Die Frage ist: "was macht man nun dagegen?"
Keine Sorge! Auch dafür gibt es Medikamente. "Lyrica" oder so ähnlich. Die sind wohl die erste Wahl. Es muss sich ein gewisser "Spiegel im Blut" aufbauen, danach ist es meistens erträglicher oder sogar vorbei damit. Du solltest diese aber nicht über einen zu langen Zeitraum nehmen, sie sind etwas "müde machend" und man will ja nicht immer nur träumen!? Ich habe später Menschen getroffen, die nicht damit aufgehört haben und über 15 Jahre davon "genossen" haben. Nicht schön sowas.
So lange sollte ein Phantomschmerz sowieso nicht andauern. Daher ist es enorm wichtig, dass er so früh und schnell wie möglich behandelt wird, damit er nicht erst chronisch werden kann.
Später, in der Reha-Phase, kannst Du eine Therapie anstreben. Mir hat eine Spiegeltherapie geholfen. Damit täuscht man sich im Prinzip selbst vor, das fehlende Körperteil wäre noch da, weil man es tatsächlich sieht. Das wirkt nicht bei jedem, einige sagen sogar, es wäre "Selbstverarschung". Bei mir hat es gewirkt, ich kann mir sogar den Fuß kratzen, wenn er juckt.
Also nicht aufgeben bei Phantomschmerz! Der ist sehr gut behandelbar!

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Wundheilungsstörungen

Direkt nach einer Amputation kann es zu schlecht verheilenden Wunden kommen. Die Operationsnarbe ist im Verhältnis zu anderen Operationsnarben riesig. Zusätzlich zu den Narben an der Haut kommt auch noch ein abgetrennter - und in meinem Fall - angeschrägter Knochen. Das wird so gemacht, damit das später verheilte Knochenende keine scharfen Kanten bildet und somit neue Schmerzen verursacht. Nun, Schmerzen an den Knochen, egal welchen, sind immer heftig und gehören mit zu den schlimmsten ihrer Art. Aber auch die sind zu behandeln, siehe weiter oben unter "Schmerzen".

Interessant sind in diesem Moment auch die verbliebenen "Weichteile" und auch, wie sich die großen Narben schließen. Gab es in Deinem früheren Leben bereits Schwierigkeiten mit der allgemeinen Wundheilung, so kann es gut sein dass Du jetzt damit auch ein Problem bekommst. Im Krankenhaus kommt es sehr auf Hygiene an, regelmäßige Verbandwechsel und peinlichste Reinlichkeit. Wichtig ist dass Dir die Wunde nicht verkeimt! Persönlich habe ich da Bettnachbarn gehabt, die regelmäßig am Stumpf "gespült" wurden, damit der Rest überhaupt erhalten werden konnte. Das war nicht schön mitzuerleben und letztlich bleibt erstmal die Angst, selbst auch noch davon betroffen zu sein. Blieb mir dann erspart.

Verläuft die Heilung relativ normal, wird selbst diese große Wunde schnell und sauber abheilen. Eigentlich ein Wunder, dieser Körper. Und bald kannst Du dann an die Komprimierung des wahrscheinlich noch geschwollenen Stumpfes denken.

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Entzündungen und Fieber

Kurze Zeit nach meiner Erstamputation bekam ich, noch auf der Intensivstation, hohes Fieber. Es blieb etwa eine Woche lang unklar woher es genau kam. Leider gab es zu der Zeit auch Patienten mit dem "Noro-Virus" auf der Station, ich war eigentlich nicht direkt betroffen, bekam aber mit, dass auch bei den Visiten gemutmaßt wurde, dass es damit zusammenhängen könnte. Kaum war das Fieber dann gesunken, wurde ich auf eine normale Station verlegt. Insgesamt war ich damit dann etwa 8 Wochen Intensivpatient gewesen und diese Verlegung ließ mich das erste Mal wieder durchatmen. Überlebt! Nach einer weiteren Woche kam das Fieber dann wieder ... und bei einer Visite wurde beim Verbandöffnen plötzlich klar woher: Der Stumpf hatte sich "ergossen". Nennen wir es mal so, stell Dir vor was Du magst ;) Ich hatte bereits etwas gefrühstückt, war also nicht nüchtern. Das war nun plötzlich völlig egal, innerhalb kürzester Zeit lag ich wieder im OP - Notoperation! Dabei stellte sich heraus, dass das Gewebe im Stumpf nahe am Knochen abgestorben war - daher kam das Fieber - aha! Mit größter Mühe haben die Ärzte den Stumpf gerettet. Es war bereits die Rede von einer "Hüft-Ex"-OP. Dabei wird der Oberschenkelknochen an der Hüfte herausgenommen. Das wäre natürlich das für mich schlechteste Ergebnis gewesen. Aber die Gefahr einer Blutvergiftung wäre sonst einfach zu groß gewesen. Damit war dann plötzlich die Sache mit dem "Überlebt!" nicht mehr so klar :(
Dafür war der Stumpf nun "nur" nachamputiert und um 3 cm kürzer als vorher. Aber: Es blieb die Aussicht auf eine Prothese, sollte nun alles gut verheilen.

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Nun will ich Dir oder Deinen Angehörigen keine größere Angst einlullen als nötig! Eines sollte hierdurch allerdings klar werden: Bekommst Du nach einer Amputation - oder jeder anderen Operation - Fieber, dann ist das vielleicht keine "zufällige Erkältung" oder ein "Dünnschiss", sondern Dein Körper könnte sich gerade gegen etwas sehr tödliches wehren! Nicht auf die leichte Schulter nehmen und sofort - SOFORT - zum Arzt!

Fazit Teil 2
Komplikationen nach der Amputation
:

1. Hast Du auch einige Zeit nach der eigentlichen Operation weiterhin starke Schmerzen, nimm zunächst alle Möglichkeiten der Medikamentation wahr! Ärzte und Pfleger haben, natürlich in verantwortungsvoller Weise, Zugriff auf "den BTM-Schrank". Nutze das! (In Kürze biete ich auf dieser Seite auch legale Cannabis-Produkte an! Bei Interesse schau bald wieder vorbei). Hier ist der Artikel dazu nun erschienen: Cannabis als Schmerzmittel

2. Stellen sich dazu noch Phantomschmerzen ein, dann scheue Dich nicht auch sogenannte "Lyrica" zu nehmen. Die können in einer gewissen Phase helfend sein. Für einen Dauergebrauch würde ich mich nicht entscheiden. Später könntest Du gegen Phantomschmerzen eine Therapie machen, evtl. sogar eine Spiegeltherapie.

3. Wundheilungsstörungen kommen oft vor. Die Wunde ist im Verhältnis zu anderen Operationen riesig. Schlechte Voraussetzungen hast Du, wenn Du bereits vorher Diabetes oder Probleme mit Wundheilung hattest. Deine Ärzte werden ihr bestes tun und auch das ist heilbar!

4. Bei Entzündungen und Fieber hast Du echte Probleme. Sollte es ein Keim sein, dann bete, dass er nicht zu den multiresistenten Keimen gehört. Trotzdem gibt es jetzt natürlich immer noch gute Aussichten für eine Heilung. Zur Not wirst Du noch einmal operiert und eine Zeit lang mit Anibiotika versorgt.